20. Jagdrunde in Offelten
Bei strahlend blauem Himmel (wie vor zwei Jahren) sind wir am 17. April zum Turnier nach Offelten gefahren. Da es praktisch um die Ecke liegt, ist es für die Cloppenburger Bogenschützen praktisch Pflicht hier zu erscheinen. Wie gewohnt quälten wir Flachländer uns den Anstieg bis zum Startpunkt hoch, um erst einmal ausgiebig zu Frühstücken. Es gab wieder lecker Brote, Kaffee, etc. etc. Die Damen hatten sich wieder alle Mühe gegeben die Gäste zu verwöhnen. (Danke!) Die Anmeldung ging zügig von statten und wir bekamen sogar ein kleines Holzbrettchen als Schreibunterlage mit. (Vielleicht werden wir euch diese Idee mal stehlen und auch bei uns einführen). Es ging pünktlich in den Parcour mit beschilderten Gruppenführer. Ich finde es sehr gut, dass der Gruppenführern ein Schild trägt, da es im Gewusel des Turnierbeginns häufig etwas unübersichtlich wird. Ich habe das bei uns selbst letztes Jahr eingeführt und stelle fest, dass das Reinführen der Gruppen in den Parcour problemloser von statten geht.
Das erste Ziel unserer Gruppe ist 16 und jeder punktet auf Anhieb. Doch die Ernüchterung folgt sogleich. Die Entfernungen sind für uns als Holzbogenschützen mit mäßigen Können, definitiv zu Weit. Es gibt nur einen Pflock für alle Klassen, nur für die Kinder ist ein extra Kinderpflock gestellt.
Ich bin froh dass meine Frau diesmal nicht mit im Parcour ist; mit ihrem 30 Pfund Holzbogen hat man hier keine Chance. Die Tiere selbst sind alle mit viel Liebe zum Detail selbstgebaut und sehr gut gestellt. Ein Lob an die Parcourbauer. Besonders hervorzuheben ist die Platzierung des Kinderpflocks, der meinem Sohn (9) Jahre selbst mit dem Holzbogen die Möglichkeit gibt, ordentlich zu punkten.
Für uns Erwachsenen wird es das Turnier mit den meisten Nullrunden unserer “Karriere” was aber keineswegs zu Frust führt, sondern zu der Erkenntniss: WIR MÜSSEN MEHR ÜBEN!
Glücklicherweise frisst der Wald einige meiner alten Pfeile, so dass ich endlich mal neue bekomme. Ich gebe zu, nicht sonderlich lange gesucht zu haben. Wie bei allen 3D Turnieren in Wald und Wiese gilt: schlechte Schützen sollten grelle Befiederung bevorzugen, oder eben treffen. Ein toller Schuss bietet sich auf den stehenden Bären vom Hügel herab. Einfach klasse! Auch genial der Schuss auf ein Reh, während man unter einer Baumwurzel steht. Der Klassiker auf diesem Turnier: Die Schildkröte mit dem Stahlhelmpanzer! Diesmal punkte ich sofort (ist ja auch nicht weit gestellt), während mein Sohn Pfeilschrott produziert. Wer einen vorlauten Neunjährigen als Sohn hat, kann nachvollziehen, dass etwas Schadenfreude aufkam. Nachdem wir uns durch den Parcour gekämpft haben, kommen wir zu unserem letzten Ziel: Die Tomatenwurfmaschine. Leider ist der GAU für jeden Turnierausrichter passiert, und das Katapult ist kaputtgegangen. Doch die Mädels und Jungs aus Offelten sind nicht auf den Kopf gefallen und haben ein Mitglied dienstverpflichtet die Tomaten zu werfen. Ich schlage vor dem Ärmsten dafür 2 Tage Arbeitsdienst gutzuschreiben.
Nachdem wir durch waren, haben wir schleunigst unsere Karten abgegeben und haben uns am Startpunkt das Essen schmecken lassen. Lecker Steaks, Würstchen, Salat etc. etc.
Auch hier Lob an den Ausrichter: Alles Top und zu sehr moderaten Preisen. Die Siegerehrung wurde zügig durchgeführt, so dass wir dann auch schnell nach Hause konnten um bei ein paar Bier einen herrlichen Turniertag ausklingen zu lassen. Wir freuen uns auf das Turnier in 2 Jahren (soooo lange warten!) und bedanken uns für den schönen Tag.
PS. Ich hoffe ihr seid nächstes Jahr in großer Anzahl bei uns auf dem Safariturnier.